Wann kommt die E-Rechnungspflicht? Ein Überblick bis 2030

E-Rechnung für Food-Photography und Menüdesign mit Tabellenlayout, inklusive Artikelnummern, Stückzahlen, Preisen und 19 % MwSt. auf weißem Hintergrund mit Laptop und Kugelschreiber, perfekt für digitale Buchhaltung und Steuererklärungen.

Die E-Rechnung ist auf dem Vormarsch: Immer mehr Länder in der EU und weltweit verpflichten Unternehmen, Rechnungen digital auszustellen und zu empfangen. Das betrifft sowohl B2G (Business-to-Government) als auch B2B (Business-to-Business) Unternehmen. Die Digitalisierung und E-Rechnungsstellung soll Prozesse vereinfachen, Fehler reduzieren und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sicherstellen.

Was genau ist eine E-Rechnung?

Eine E-Rechnung (elektronische Rechnung) ist eine Rechnung in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format, das eine automatische Verarbeitung in Buchhaltungs- und ERP-Systemen ermöglicht. Im Gegensatz zu PDF- oder Papierrechnungen reduziert die E-Rechnung manuelle Aufwände, Fehlerquellen und Bearbeitungskosten. 

Vorteile von E-Rechnungen:

  • Schnellere Zahlungszyklen
  • Weniger manuelle Fehler
  • Automatische Integration in ERP-Systeme (z. B. SAP)
  • effizientere internationale Rechnungsstellung
  • Rechtssichere Archivierung und Rechnungsstellung

Ab wann wird die E-Rechnung Pflicht?

Die Einführung von E-Rechnungen erfolgt stufenweise in den EU-Ländern. Eine EU-weite Harmonisierung wird über die Initiative ViDA (VAT in the Digital Age) bis 2030 angestrebt.

LandB2G PflichtB2B Pflicht
BelgienSeit 1. Januar 2026 (bereits Pflicht)
FrankreichAb 1. September 2026 für Groß- und mittelständische Unternehmen, ab 1. September 2027 für Kleinunternehmen
PolenAb 1. Februar 2026 für Großunternehmen, ab 1. April für alle Pflicht
Deutschland2025 – 2028
Italienseit 2019
Rumänienseit 2024
Estlandgeplant für 2027
Lettland2028
Spanien Ab 1. Januar für Unternehmen, welche der Körperschaftssteuer unterliegen, ab 1. Juli 2027 für alle
IrlandAb 1. November 2028 für Großunternehmen, ab 1. November 2029 für alle mehrwertsteuerpflichtigen Unternehmen
TschechienAb 2030 für alle grenzüberschreitenden Transaktionen verpflichtend, 2035 für alle Transaktionen
NiederlandeAb 1. Juli 2030 Pflicht für grenzüberschreitende Transaktionen

Wie sieht die E-Rechnungspflicht in Deutschland im Detail aus?

Im B2G Bereich gibt es bereits eine E-Rechnungspflicht für alle Unternehmen E-Rechnungen stellen und empfangen zu können. 

In Deutschland wird die E-Rechnung im B2B-Bereich schrittweise verpflichtend eingeführt. Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle Unternehmen in der Lage sein, E-Rechnungen zu empfangen. Die Pflicht zur elektronischen Rechnungsstellung folgt gestaffelt:

Ab 2027 gilt sie für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Jahresumsatz, ab 2028 für alle Unternehmen. Als zulässige Formate gelten strukturierte E-Rechnungen nach der EU-Norm EN 16931, insbesondere XRechnung und ZUGFeRD. 

Für den Versand und Empfang wird häufig PEPPOL als interoperables Netzwerk genutzt, da es eine gesetzeskonforme, automatisierte und zukunftssichere Umsetzung der E-Rechnungs-Pflicht in Deutschland ermöglicht. Unternehmen sollten ihre ERP- und Rechnungsprozesse frühzeitig anpassen, um Compliance sicherzustellen und von effizienteren Abläufen zu profitieren.

Dabei können wir – one:ic – als Experte für E-Rechnungsstellung und PEPPOL-Access-Point-Provider (APP) Ihnen helfen. Kontaktiere Sie uns jeder Zeit und wir prüfen, was für Sie die beste Option ist.

Außerdem erfahren Sie hier mehr über PEPPOL:

Erfahren Sie mehr zu PEPPOL